Schwimmkurse sind dringend nötig

Schwimmkurse sind dringend nötig

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Salzburger Nachrichten - Pinzgauer Nachrichten - Andreas Rachersberger

Datum

24.03.2021

Schwimmkurse sind dringend nötig

Die Pinzgauer Schwimmschule ist gezwungenermaßen auf Tauchstation. Langsam wird die Luft knapp. Eigentlich ginge es darum, Leben zu retten.

"Schwimmen ist eine der wenigen Sportarten, die wirklich Leben rettet. Ich möchte gar nicht wissen, was in diesem Jahr schon wieder Leben gefährdet werden, nur durch die Schwimmkurse, die ausfallen."

Mit diesem Satz sprach Felix Gottwald bei der Sendung "Sport und Talk au dem hangar 7" Stephanie Müllauer-Hahn aus der Seele. Die Leiterin der Pinzgauer Schwimmschule sitzt mit ihren Kursen schon viel zu lange auf dem Trockenen. Seit 23. Oktober 2020 ging es nicht mehr ins Wasser, über fünf Monate sind seither ins Land gezogen. "Und leider haben wir weiterhin keine Perspektive."

Es gebe durch viele Anfragen einen Rückstau, sämtliche Planungen versickern im Ungewissen. Baby- und Kleinkindschwimmkurse hängen in der Luft. Ebenso das vom Service-Club "Round Table 28" seit Jahren unterstützte Projekt "Schwimmen rettet Leben". Dabei wird mit Kursen für ausgewählte Kindergärten von Niedernsill bis Leogang dem hohen Nichtschwimmer-Anteil unter den Schulanfängern entgegengewirkt. "Es ist dringend nötig, dass Schwimmkurse stattfinden können. Ich hätte auch in den vergangenen Monaten kein Problem gesehen, Kurse in Kleingruppen unter strengen Hygieneauflagen durchzuführen", sagt Müllauer-Hahn.

Mitte Februar startete aus der Not heraus eine Initiative zur Zusammenarbeit der Österreichischen Schwimmschulen. Auf der Homepage (schwimmschulen.at) findet sich auch der Link zu einer Petition, die sich an Bundeskanzler Sebastian Kurz, Sportminister Werner Kogler, Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Finanzminister Gernot Blümel richtet. Der Titel: "Lasst uns wieder schwimmen lernen!"